Die Jungen Liberalen LSA Ost kritisieren die Entscheidung, am Skaterplatz in Aken (Elbe) eine Überwachungskamera zu installieren, als ein fatales Signal ge-genüber jungen Menschen. Öffentliche Räume, die als Treffpunkte für Jugendli-che dienen, dürfen nicht durch Dauerüberwachung entwertet werden. Wer Kameras aufstellt, vermittelt nicht Sicherheit, sondern Misstrauen und nimmt jungen Menschen ein Stück ihrer Freiheit.
Natürlich ist klar: Beschädigungen öffentlichen Eigentums sind nicht akzeptabel. Doch das Problem geht nicht von allen aus, sondern von wenigen, die sich nicht an Regeln halten. Statt diese gezielt in die Verantwortung zu nehmen, werden nun alle über einen Kamm geschoren. Eine ganze Generation pauschal zu ver-dächtigen, ist der falsche Weg. Eine Kamera verhindert keinen Vandalismus, sondern schafft ein Klima der pauschalen Verdächtigung. Freiheit bedeutet, sich auch ohne ständige Beobachtung entfalten zu können. Wer junge Menschen ernst nimmt, setzt auf Dialog, Beteiligung und Eigenverantwortung, nicht auf Überwachungstechnologie. Besonders gefährlich ist das Signal, das mit solchen Maßnahmen gesendet wird: Jugendliche werden aus ihren Treffpunkten ver-drängt, statt sie in ihrer Freiheit zu stärken. Ein Skaterplatz, der eigentlich für Begegnung, Sport und Gemeinschaft steht, wird so zu einem Ort der Kontrolle. Wer dort nicht mehr willkommen ist, sucht sich andere Räume oder gleich an-dere Städte. Gerade in Ostdeutschland ist das fatal. Hier wird seit Jahren über die Abwanderung junger Menschen geklagt. Wer gleichzeitig genau die Politik betreibt, die Jugendliche vertreibt, macht die eigenen Städte noch unattrakti-ver. Anstatt junge Generationen einzuladen und zu halten, wird ihnen signali-siert: Ihr seid ein Risiko, das man überwachen muss.
Die Jungen Liberalen LSA Ost stellen klar: Eine freiheitliche Gesellschaft braucht Vertrauen, keine pauschale Kriminalisierung. Freiheit ist kein Luxus, sondern die Grundlage dafür, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Städte aktiv mitgestalten. Wer dauerhaft auf Kontrolle setzt, verspielt nicht nur Vertrauen, sondern auch Zukunft.