JuLis LSA Ost kritisieren die pessimistische Haltung von Wirtschaftsminister Sven Schulze zum möglichen Lithiumabbau in der Altmark.
Wir die Jungen Liberalen Sachsen-Anhalt Ost kritisieren die zurückhaltende Haltung von Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) gegenüber dem möglichen Lithiumabbau in der Altmark als vertane Chance für die wirtschaftliche Zukunft Sachsen-Anhalts und Europas.
Wer immer nur erklärt, warum etwas nicht geht, steht der Entwicklung unseres Landes im Weg. Der Fund von Lithium in der Altmark ist keine Gefahr – er ist eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit, Sachsen-Anhalt als Teil einer modernen, selbstbewussten und innovationsgetriebenen Wirtschaft in Europa zu positio-nieren. Statt Mut zu machen, sendet der Minister ein Signal der Resignation.
Deutschland setzt in der Rohstoffpolitik auf internationale Partnerschaften – etwa mit Chile, Kanada oder Namibia. Das ist richtig. Aber es reicht nicht, Rohstoffe nur einzukaufen. Andere Länder denken vertikal: Sie kontrollieren Minen, Schiffe und Fabriken entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Genau darin liegt die Chance für Deutschland und Europa: Eigene Projekte fördern, eigene Strukturen schaffen, eigene wirtschaftliche Stärke entwickeln.
Wir fordern deshalb: Ein privates Unternehmen soll die Wirtschaftlichkeit eines Abbaus in der Altmark prüfen, wenn ein Abbau wirtschaftlich sinnvoll ist, soll die Projektverantwortung an dieses Unternehmen übergehen; gleichzeitig muss der Staat durch Abgaben und andere Mechanismen fair von der entstehenden Wertschöpfung profitieren. Der Staat soll Rahmenbedingungen schaffen und ermöglichen – nicht aus Sorge vor Risiken Chancen blockieren.
Freiheit bedeutet auch wirtschaftliche Eigenständigkeit. Sachsen-Anhalt braucht Perspektiven, Innovationen und Zuversicht – keine Politik des Abwartens. Wer Chancen nicht nutzt, darf sich über Stillstand nicht wundern.